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Leseverstehen

Geschichten und Sachtexte genau lesen und verstehen.

Lesetext 1: Das Rätsel im Schuppen

Lies den Text in Ruhe und beantworte dann die Fragen darunter.

Ida verbrachte die Herbstferien bei ihrer Oma in einem kleinen Dorf am Rennsteig. Jeden Abend stellte Oma eine Schale mit Katzenfutter vor den Schuppen, denn ihr Kater Moritz fraß am liebsten draußen. Doch eines Morgens war die Schale leer, obwohl Moritz die ganze Nacht im Haus geschlafen hatte. „Wer frisst denn hier heimlich?“, wunderte sich Oma. Ida wollte das Rätsel unbedingt lösen. Am Abend versteckte sie sich mit einer Taschenlampe hinter dem Küchenfenster. Lange passierte nichts. Plötzlich raschelte es im Laub. Eine kleine stachelige Kugel tapste zur Schale und schmatzte laut. Ida musste lachen. „Das ist ja ein Igel!“, flüsterte sie. Am nächsten Morgen erzählte sie Oma alles. Oma nickte. „Dann bekommt er ab jetzt eine eigene Schale mit Wasser“, sagte sie. „Milch darf man Igeln nie geben, davon bekommen sie Bauchweh.“

Fragen zum Text

  1. Wo verbrachte Ida ihre Herbstferien?

    • Ain einem Zeltlager am See
    • Bbei ihrer Oma in Weimar
    • Cbei ihrer Tante in einer Stadt in Thüringen
    • Dbei Oma in einem Dorf am Rennsteig
    Lösung anzeigen
    Richtig: D – bei Oma in einem Dorf am Rennsteig

    Gleich im ersten Satz steht: „… bei ihrer Oma in einem kleinen Dorf am Rennsteig.“

  2. Warum stellte Oma jeden Abend Futter vor den Schuppen?

    • AIm Haus war für die Futterschale nicht genug Platz.
    • BSie wollte einen Igel anlocken.
    • CIhr Kater Moritz fraß am liebsten draußen.
    Lösung anzeigen
    Richtig: C – Ihr Kater Moritz fraß am liebsten draußen.

    Im Text steht: „…, denn ihr Kater Moritz fraß am liebsten draußen.“ Von einem Igel wusste Oma noch nichts.

  3. Was sah Ida am Abend an der Futterschale?

    • AKater Moritz
    • Beinen Igel
    • Ceinen Fuchs
    • Deine Maus
    Lösung anzeigen
    Richtig: B – einen Igel

    Eine „kleine stachelige Kugel“ kam zur Schale. Ida flüsterte: „Das ist ja ein Igel!“

  4. Warum wunderte sich Oma, dass die Schale leer war?

    • AMoritz mochte das Futter eigentlich gar nicht.
    • BMoritz hatte die ganze Nacht im Haus geschlafen.
    • COma hatte am Abend vergessen, die Schale zu füllen.
    Lösung anzeigen
    Richtig: B – Moritz hatte die ganze Nacht im Haus geschlafen.

    Moritz war die ganze Nacht im Haus. Also musste ein anderes Tier das Futter gefressen haben.

  5. Warum flüsterte Ida wohl, als sie den Igel sah?

    • ASie hatte große Angst vor dem Igel.
    • BSie wollte, dass der Igel sie hört.
    • CSie wollte den Igel nicht erschrecken.
    Lösung anzeigen
    Richtig: C – Sie wollte den Igel nicht erschrecken.

    Das steht nicht direkt im Text. Aber Ida lachte – sie hatte keine Angst. Sie war leise, damit der Igel nicht wegläuft.

  6. Warum bekommt der Igel am Ende Wasser statt Milch?

    • AOma hat keine Milch mehr im Haus.
    • BMilch macht Igeln Bauchweh.
    • CIgel trinken nur im Winter Milch.
    Lösung anzeigen
    Richtig: B – Milch macht Igeln Bauchweh.

    Oma sagt: „Milch darf man Igeln nie geben, davon bekommen sie Bauchweh.“ Wasser ist für sie gesund.

Lesetext 2: Der Maulwurf – ein Baumeister unter der Erde

Lies den Text in Ruhe und beantworte dann die Fragen darunter.

Der Maulwurf lebt fast sein ganzes Leben unter der Erde. Dort gräbt er lange Gänge. Dafür hat er kräftige Vorderpfoten, die wie kleine Schaufeln aussehen. Die ausgegrabene Erde schiebt er nach oben. So entstehen die Maulwurfshügel auf Wiesen und in Gärten. Seine Augen sind winzig. Im dunklen Boden braucht er sie kaum. Dafür kann er sehr gut riechen und mit den Tasthaaren an seiner Schnauze fühlen. Sein weiches Fell lässt sich nach vorn und nach hinten streichen. Darum kann er in seinen engen Gängen auch rückwärts laufen. Der Maulwurf frisst vor allem Regenwürmer, Käferlarven und Schnecken. Pflanzen frisst er nicht. Einen Winterschlaf hält er nicht. Im Winter gräbt er einfach tiefer, wo der Boden nicht gefroren ist. In Deutschland steht der Maulwurf unter Naturschutz.

Fragen zum Text

  1. Womit gräbt der Maulwurf seine Gänge?

    • Amit seiner spitzen Schnauze
    • Bmit seinen Hinterbeinen
    • Cmit seinen Vorderpfoten
    • Dmit seinen scharfen Zähnen
    Lösung anzeigen
    Richtig: C – mit seinen Vorderpfoten

    Im Text steht: „Dafür hat er kräftige Vorderpfoten, die wie kleine Schaufeln aussehen.“

  2. Wie entstehen die Maulwurfshügel?

    • AEr schiebt die ausgegrabene Erde nach oben.
    • BEr baut sie als gemütliches Nest für seine Jungen.
    • CEr sammelt darin Vorräte für den Winter.
    Lösung anzeigen
    Richtig: A – Er schiebt die ausgegrabene Erde nach oben.

    Im Text steht: „Die ausgegrabene Erde schiebt er nach oben. So entstehen die Maulwurfshügel …“

  3. Was frisst der Maulwurf NICHT?

    • ARegenwürmer
    • BPflanzen
    • CKäferlarven
    • DSchnecken
    Lösung anzeigen
    Richtig: B – Pflanzen

    Der Maulwurf frisst Regenwürmer, Käferlarven und Schnecken. Im Text steht aber: „Pflanzen frisst er nicht.“

  4. Warum braucht der Maulwurf seine Augen kaum?

    • AEr schließt beim Graben immer die Augen, damit keine Erde hineinfällt.
    • BEr kommt nur nachts aus der Erde heraus.
    • CUnter der Erde ist es dunkel, dort helfen ihm Nase und Tasthaare.
    Lösung anzeigen
    Richtig: C – Unter der Erde ist es dunkel, dort helfen ihm Nase und Tasthaare.

    Im dunklen Boden sieht man wenig. Darum sind Riechen und Tasten für ihn viel wichtiger – das steht im zweiten Absatz.

  5. Warum kann der Maulwurf in seinen Gängen auch rückwärts laufen?

    • ASein Fell lässt sich nach vorn und nach hinten streichen.
    • BEr hat an den Hinterbeinen besonders kräftige Krallen.
    • CSeine Gänge sind so breit, dass er sich leicht umdrehen kann.
    Lösung anzeigen
    Richtig: A – Sein Fell lässt sich nach vorn und nach hinten streichen.

    Im Text steht: „Sein weiches Fell lässt sich nach vorn und nach hinten streichen. Darum kann er … auch rückwärts laufen.“

  6. Was macht der Maulwurf, wenn der Boden im Winter gefriert?

    • AEr hält einen langen Winterschlaf.
    • BEr gräbt tiefer und sucht dort weiter nach Futter.
    • CEr zieht in einen Maulwurfshügel und schläft dort, bis es Frühling wird.
    Lösung anzeigen
    Richtig: B – Er gräbt tiefer und sucht dort weiter nach Futter.

    Der Maulwurf hält keinen Winterschlaf. Er gräbt tiefer, wo der Boden nicht gefroren ist – dort findet er auch Regenwürmer.

Lesetext 3: Kresse auf der Fensterbank

Lies den Text in Ruhe und beantworte dann die Fragen darunter.

Du brauchst: eine flache Schale, Watte, Kressesamen und Wasser. 1. Lege den Boden der Schale mit einer dicken Schicht Watte aus. 2. Gieße so viel Wasser darauf, dass die Watte ganz nass ist. In der Schale darf aber kein Wasser stehen. 3. Streue die Samen gleichmäßig auf die Watte. Sie sollen nicht übereinanderliegen, damit jeder Samen genug Platz zum Wachsen hat. 4. Stelle die Schale an einen hellen Platz, zum Beispiel auf die Fensterbank. Pralle Mittagssonne ist aber zu heiß. 5. Halte die Watte jeden Tag feucht. Am besten nimmst du dazu eine Sprühflasche, denn ein dicker Wasserstrahl spült die Samen weg. Schon nach ein bis zwei Tagen platzen die Samen auf, und kleine Wurzeln wachsen heraus. Nach etwa einer Woche ist die Kresse fünf bis acht Zentimeter hoch. Dann kannst du sie mit einer Schere abschneiden. Sie schmeckt würzig und ein bisschen scharf, zum Beispiel auf einem Butterbrot.

Fragen zum Text

  1. Was brauchst du für diese Kresse NICHT?

    • ABlumenerde
    • BWatte
    • CKressesamen
    • Deine flache Schale
    Lösung anzeigen
    Richtig: A – Blumenerde

    In der Liste stehen Schale, Watte, Kressesamen und Wasser. Erde brauchst du hier nicht – die Kresse wächst auf Watte.

  2. Wie nass soll die Watte beim Gießen werden?

    • Aganz nass, aber ohne stehendes Wasser in der Schale
    • Bnur ein kleines bisschen feucht
    • Cso nass, dass die Samen richtig im Wasser schwimmen können
    Lösung anzeigen
    Richtig: A – ganz nass, aber ohne stehendes Wasser in der Schale

    In Schritt 2 steht: Die Watte soll ganz nass sein, aber „in der Schale darf … kein Wasser stehen“.

  3. Warum sollen die Samen nicht übereinanderliegen?

    • ADie Samen würden sonst zu schnell wachsen.
    • BJeder Samen braucht genug Platz zum Wachsen.
    • CSonst sieht die Schale nicht schön aus.
    Lösung anzeigen
    Richtig: B – Jeder Samen braucht genug Platz zum Wachsen.

    In Schritt 3 steht: „…, damit jeder Samen genug Platz zum Wachsen hat.“

  4. Was passiert schon nach ein bis zwei Tagen?

    • ADie Watte wird braun und trocken.
    • BDie Samen platzen auf, und kleine Wurzeln wachsen.
    • CDie Kresse ist schon groß genug zum Abschneiden und Essen.
    Lösung anzeigen
    Richtig: B – Die Samen platzen auf, und kleine Wurzeln wachsen.

    Im Text steht: „Schon nach ein bis zwei Tagen platzen die Samen auf, und kleine Wurzeln wachsen heraus.“ Ernten kann man erst nach etwa einer Woche.

  5. Warum ist eine Sprühflasche zum Gießen besonders gut?

    • ADie Samen werden so nicht weggespült.
    • BKresse braucht in der ganzen Woche nur ein paar wenige Tropfen Wasser.
    • CMit einer Gießkanne darf man Watte nicht gießen.
    Lösung anzeigen
    Richtig: A – Die Samen werden so nicht weggespült.

    In Schritt 5 steht: „… denn ein dicker Wasserstrahl spült die Samen weg.“ Die Sprühflasche macht die Watte nur sanft feucht.

  6. Warum soll die Schale nicht in der prallen Mittagssonne stehen?

    • ADort wird es zu heiß, und die Watte trocknet schnell aus.
    • BKresse wächst nur im Dunkeln, darum braucht sie gar kein Licht.
    • CDie Sonne macht die Samen bitter und scharf.
    Lösung anzeigen
    Richtig: A – Dort wird es zu heiß, und die Watte trocknet schnell aus.

    Im Text steht: „Pralle Mittagssonne ist aber zu heiß.“ Die Kresse braucht einen hellen Platz, aber in der Hitze wird die Watte schnell trocken.

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