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Vorurteile & Toleranz

Vorurteile erkennen und andere respektieren.

Das Wichtigste kurz erklärt

Vorurteile & Toleranz in 4 Schritten – mit Beispielen.

  1. Vorurteile und Klischees

    Ein Vorurteil ist eine Meinung über Menschen, die man sich bildet, bevor man sie kennt – oft über eine ganze Gruppe. Klischees sind starre Vorstellungen, wie „alle“ aus einer Gruppe angeblich sind. Beides steckt Menschen in Schubladen und ist ungerecht.

    Vorurteil: „Die Neue ist bestimmt eingebildet.“ Klischee: „Jungen weinen nicht.“
  2. Diskriminierung

    Wird jemand wegen seiner Herkunft, Hautfarbe, Religion, seines Geschlechts oder einer Behinderung schlechter behandelt, ist das Diskriminierung. Das Grundgesetz verbietet sie: Niemand darf deshalb benachteiligt werden.

  3. Toleranz und Respekt

    Toleranz heißt, andere Meinungen und Lebensweisen gelten zu lassen, auch wenn man selbst anders denkt. Respekt heißt, andere zu achten und fair zu behandeln. Dabei hilft Mitgefühl: Stell dir vor, wie es dem anderen geht. Aber: Beleidigungen und Gewalt muss niemand tolerieren.

  4. Neu sein und Mut

    Wer neu ist, kennt noch niemanden und fühlt sich oft fremd. Sprich neue Kinder an und lade sie ein. Wird jemand ausgelacht oder ausgegrenzt, lach nicht mit: Sag „Stopp“, halte zu ihm und hol Hilfe, wenn du dich allein nicht traust.

Übungsaufgaben mit Lösungen

10 Beispielaufgaben aus diesem Thema – erst selbst überlegen, dann die Lösung aufklappen.

  1. Was ist ein Vorurteil?

    • Aeine Regel, die für alle in der Klasse gilt
    • Bein Urteil, das ein Gericht spricht
    • Cein Lob für jemanden, den man gut kennt
    • Deine Meinung über andere, bevor man sie wirklich kennt
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    Richtig: D – eine Meinung über andere, bevor man sie wirklich kennt

    Beim Vorurteil urteilt man schon vorher – ohne den Menschen zu kennen oder zu prüfen, ob es stimmt. Oft ist es eine negative Meinung über eine ganze Gruppe.

  2. Wie nennt man eine starre Vorstellung, wie eine ganze Gruppe angeblich ist, zum Beispiel „Alle Jungen sind laut“? Kli…Antwort: ein Wort

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    Lösung: Klischee

    Klischees sind wie Schubladen: „Alle Mädchen mögen Rosa“, „Jungen sind laut“. Sie passen nie auf alle Menschen einer Gruppe.

  3. Was ist gemeint, wenn man sagt: „Steck Menschen nicht in Schubladen“?

    • AMan soll Freunde nur nach ihrem Aussehen auswählen.
    • BMan soll Menschen nicht nach Klischees beurteilen.
    • CMan soll im Klassenzimmer Ordnung halten.
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    Richtig: B – Man soll Menschen nicht nach Klischees beurteilen.

    Mit „Schubladen“ sind Klischees gemeint: „Der ist so, weil er ein Junge ist.“ Jeder Mensch ist einzigartig und passt in keine Schublade.

  4. Welche Situation ist Diskriminierung?

    • AFinn darf nicht mitspielen, weil das Spiel schon angefangen hat und die Teams voll sind.
    • BMia spielt nicht mit, weil sie lieber in Ruhe ihr Buch lesen möchte.
    • CAylin darf nicht mitspielen, weil sie ein Kopftuch trägt.
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    Richtig: C – Aylin darf nicht mitspielen, weil sie ein Kopftuch trägt.

    Aylin wird wegen ihrer Religion ausgeschlossen – das ist Diskriminierung. Bei Finn sind die Teams voll, und Mia hat sich selbst entschieden.

  5. Was bedeutet Toleranz?

    • Aalles erlauben, auch wenn jemand verletzt wird
    • Bimmer derselben Meinung sein wie die anderen
    • Cnur die eigenen Freunde respektieren
    • Dandere gelten lassen, auch wenn sie anders denken oder leben
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    Richtig: D – andere gelten lassen, auch wenn sie anders denken oder leben

    Toleranz kommt vom lateinischen „tolerare“, ertragen. Tolerant ist, wer andere Meinungen, Religionen und Lebensweisen respektiert, auch wenn er selbst anders lebt.

  6. Welches Verhalten zeigt Respekt gegenüber einer anderen Religion?

    • Aüber fremde Speiseregeln Witze machen
    • Ballen sagen, dass die eigene Religion die einzig richtige auf der Welt ist
    • Cnachfragen und zuhören, wenn ein Kind von seinem Fest erzählt
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    Richtig: C – nachfragen und zuhören, wenn ein Kind von seinem Fest erzählt

    Respekt heißt: interessiert nachfragen, zuhören und nichts lächerlich machen. Man muss nicht dasselbe glauben, um einander zu achten.

  7. Was bedeutet der Satz „Vielfalt ist ein Schatz“?

    • AUnterschiede zwischen Menschen machen das Leben reicher.
    • BIn jeder Klasse ist irgendwo ein Schatz versteckt.
    • CNur Kinder, die viele verschiedene Hobbys haben, sind für die Klasse wertvoll.
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    Richtig: A – Unterschiede zwischen Menschen machen das Leben reicher.

    Jeder bringt etwas Eigenes mit: Sprachen, Ideen, Talente, Feste. Zusammen kann man mehr erleben und lernen, als wenn alle gleich wären.

  8. Warum ist es gut, auf Menschen zuzugehen, die anders sind als man selbst?

    • ADadurch wird man automatisch der Beliebteste in der Klasse.
    • BMan muss danach nie wieder mit seinen alten Freundinnen und Freunden spielen.
    • CMan lernt Neues kennen und merkt, wie viel man gemeinsam hat.
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    Richtig: C – Man lernt Neues kennen und merkt, wie viel man gemeinsam hat.

    Wer auf andere zugeht, entdeckt oft gemeinsame Hobbys und Interessen. Aus Fremden werden Bekannte – vielleicht sogar Freunde.

  9. Welche Frage hilft dir, dich in ein Kind hineinzuversetzen, das ausgegrenzt wird?

    • A„Wer ist der Stärkste und Beliebteste in unserer Klasse?“
    • B„Was habe ich selbst davon?“
    • C„Wie würde ich mich an seiner Stelle fühlen?“
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    Richtig: C – „Wie würde ich mich an seiner Stelle fühlen?“

    Wer sich fragt, wie es dem anderen geht, merkt, wie weh Ausgrenzung tut – und handelt fairer.

  10. Ein Kind wird wegen seiner Hautfarbe beschimpft. Du traust dich nicht, allein etwas zu sagen. Was kannst du tun?

    • Adem beschimpften Kind sagen, es solle sich nicht so anstellen
    • Beine Lehrkraft oder andere Kinder zu Hilfe holen
    • Cschnell weggehen und so tun, als hättest du nichts gehört
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    Richtig: B – eine Lehrkraft oder andere Kinder zu Hilfe holen

    Du musst nicht allein eingreifen. Hilfe zu holen ist auch mutig – so bekommt das betroffene Kind Unterstützung.

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