Arbeiten mit Ton
Aufbautechnik mit Wülsten, Teile verbinden, trocknen und brennen.
- 📖 Erklärung in 4 Schritten
- ✏️ 40 Übungsaufgaben
- 📝 Klassenarbeit mit Note
Das Wichtigste kurz erklärt
Arbeiten mit Ton in 4 Schritten – mit Beispielen.
Ton – weich und formbar
Ton ist eine besondere Erde aus winzigen Teilchen. Feucht lässt er sich formen. Beim Trocknen wird er hart – im Wasser aber wieder weich. Erst im Brennofen wird er für immer steinhart. Vor dem Formen knetest du den Ton gut durch, damit keine Luftblasen darin bleiben.
feucht → formbar trocken → hart, aber nicht wasserfest gebrannt → steinhart und wasserfestDrei Aufbautechniken
Für eine Daumenschale drückst du den Daumen in eine Tonkugel und formst die Wand rundherum gleichmäßig dünn. Bei der Wulsttechnik legst du lange Tonwürste (Wülste) ringförmig übereinander. Bei der Plattentechnik rollst du Ton zu flachen Platten aus und setzt sie wie Wände zusammen.
Daumenschale → kleine Schale Wulsttechnik → Becher, Topf, Vase Plattentechnik → Kästchen, HausTeile fest verbinden
Tonteile halten nur zusammen, wenn du sie richtig verbindest: Raue beide Klebeflächen an, indem du kreuz und quer Rillen einritzt. Streiche Schlicker darauf – das ist Ton, mit Wasser zu einem dicken Brei verrührt. Drücke die Teile fest zusammen und verstreiche die Naht.
anrauen → Schlicker → andrücken → verstreichenTrocknen und brennen
Lass dein Werkstück langsam trocknen, zuerst unter einer lockeren Folie – nicht in der Sonne und nicht auf der Heizung, sonst reißt es. Ganz trocken kommt es in den Brennofen, den nur Erwachsene bedienen. Beim ersten Brand, dem Schrühbrand, wird es bei etwa 900 °C steinhart. Danach kannst du es glasieren und noch einmal brennen.
formen → langsam trocknen → Schrühbrand (ca. 900 °C) → glasieren → Glasurbrand
Übungsaufgaben mit Lösungen
10 Beispielaufgaben aus diesem Thema – erst selbst überlegen, dann die Lösung aufklappen.
Woraus besteht Ton?
- Aaus winzigen Teilchen, die aus zerfallenem Gestein entstanden sind
- Baus Mehl, Salz und Wasser
- Caus zerriebenem Sand, der mit Kleber gemischt ist
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Richtig: A – aus winzigen Teilchen, die aus zerfallenem Gestein entstanden sindIn sehr langer Zeit zerfällt Gestein zu winzigen Teilchen – so entsteht Ton. Mit Wasser wird er geschmeidig und formbar. Mehl, Salz und Wasser ergeben dagegen Salzteig.
Bei etwa wie viel Grad Celsius wird Ton beim ersten Brand im Brennofen gebrannt?Antwort: Zahl
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Lösung: 900Beim ersten Brand, dem Schrühbrand, wird der Ofen etwa 900 bis 950 °C heiß – danach ist der Ton steinhart. Ein Backofen schafft nur etwa 250 °C.
Wie heißt die Technik, bei der du lange Tonwürste ringförmig übereinanderlegst?Antwort: ein Wort
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Lösung: WulsttechnikDie Tonwürste heißen Wülste, darum spricht man von der Wulsttechnik. Mit ihr baust du Becher, Töpfe und Vasen Ring für Ring auf.
Für einen Becher braucht Aylin 6 Wülste. Jede Wulst ist 32 cm lang. Wie viele Zentimeter Tonwurst rollt sie insgesamt?Antwort: in cm
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Lösung: 1926 · 32 cm: 6 · 30 = 180 und 6 · 2 = 12, zusammen 192 cm. Das sind fast zwei Meter!
In welcher Reihenfolge verbindest du zwei Tonteile?
- ASchlicker auftragen – andrücken – anrauen – verstreichen
- Bandrücken – verstreichen – anrauen – Schlicker auftragen
- Canrauen – Schlicker auftragen – andrücken – verstreichen
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Richtig: C – anrauen – Schlicker auftragen – andrücken – verstreichenErst die Flächen anrauen, dann Schlicker darauf, fest andrücken und die Naht verstreichen. So greifen die Teile ineinander wie ein Reißverschluss.
Warum höhlst du eine dicke Tonfigur von unten aus?
- Aweil der Brennofen nur hohle Figuren richtig heiß machen kann
- Bweil eine hohle Figur beim Brennen ihre schöne Farbe besser behält
- Cweil dicke Stellen innen feucht bleiben und im Ofen platzen können
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Richtig: C – weil dicke Stellen innen feucht bleiben und im Ofen platzen könnenIn dicken Tonstücken bleibt innen lange Wasser. Im heißen Ofen wird es zu Dampf – das Stück reißt oder platzt. Wände, die etwa 1 cm dick sind, trocknen gleichmäßig.
Woran erkennst du, dass ein Tonwerkstück ganz trocken ist und in den Brennofen darf?
- AEs ist überall hell und fühlt sich nicht mehr kühl an.
- BEs glänzt überall und klebt an den Fingern.
- CEs ist außen dunkel und fühlt sich kühl und feucht an.
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Richtig: A – Es ist überall hell und fühlt sich nicht mehr kühl an.Feuchter Ton ist dunkler und fühlt sich kühl an, weil noch Wasser verdunstet. Ist er überall hell und nicht mehr kühl, ist er trocken genug für den Brennofen.
Was passiert mit dem Ton beim Brennen im Brennofen?
- AEr wird steinhart und weicht im Wasser nie wieder auf.
- BEr verbrennt zu Asche wie Holz im Kamin.
- CEr schmilzt, wird flüssig und erstarrt dann zu durchsichtigem Glas.
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Richtig: A – Er wird steinhart und weicht im Wasser nie wieder auf.Durch die Hitze verändert sich der Ton für immer: Aus weichem Ton wird harte Keramik, die man nie wieder einweichen kann. Schmelzen würde Ton erst bei viel höherer Hitze.
Wie sieht Glasur oft aus, bevor sie gebrannt wird?
- Agenauso glänzend und farbig wie nach dem Brennen
- Bdurchsichtig wie Wasser, ohne jede Farbe
- Cmatt und pulvrig, oft in einer ganz anderen Farbe
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Richtig: C – matt und pulvrig, oft in einer ganz anderen FarbeUngebrannte Glasur ist matt und kreidig. Ihre richtige Farbe und den Glanz bekommt sie erst im Ofen. Probeplättchen zeigen vorher, wie die Farbe später aussieht.
Wie bewahrst du übrigen Ton bis zur nächsten Werkstunde auf?
- Aoffen in einer Schale, damit er Luft bekommt
- Bluftdicht in einer Plastiktüte oder einem Eimer mit Deckel
- Cin Zeitungspapier eingewickelt im Regal
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Richtig: B – luftdicht in einer Plastiktüte oder einem Eimer mit DeckelAn der Luft trocknet Ton aus und wird hart. Luftdicht verpackt bleibt er feucht und formbar. Zeitungspapier saugt die Feuchtigkeit sogar noch heraus.
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