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Holzbearbeitung

Sägen, feilen, schleifen und bohren – Werkzeuge für Holz.

Das Wichtigste kurz erklärt

Holzbearbeitung in 4 Schritten – mit Beispielen.

  1. Werkzeuge für Holz

    Jedes Holzwerkzeug hat seine Aufgabe: Sägen trennen das Holz, Raspel und Feile formen es, Schleifpapier macht es glatt, und mit der Handbohrmaschine bohrst du Löcher. Dabei gilt immer: erst grob, dann fein.

    Feinsäge → gerade Schnitte in Leisten Laubsäge → Kurven in dünnem Sperrholz Raspel → grob formen, Feile → fein formen Schleifpapier → glätten Handbohrmaschine (Handbohrer) → Löcher bohren
  2. Erst festspannen, dann arbeiten

    Spanne das Werkstück fest – im Schraubstock oder mit einer Schraubzwinge am Tisch. So wackelt nichts, und du hast beide Hände für das Werkzeug frei. Arbeite mit Raspel und Feile vom Körper weg. Beim Bohren trägst du eine Schutzbrille. Werkzeug legst du ganz auf den Tisch – nichts ragt über die Kante.

    festspannen → vom Körper weg arbeiten → Schutzbrille beim Bohren → sicher ablegen Laubsäge: Das Sägetischchen wird festgespannt, das Brett hältst du darauf mit der Hand.
  3. Sägen: Die Zähne zeigen die Richtung

    Eine Säge schneidet in die Richtung, in die ihre Zähne zeigen. Bei der Feinsäge zeigen sie nach vorn: Sie schneidet beim Schieben (auf Stoß). Bei der Laubsäge zeigen sie nach unten zum Griff: Sie schneidet beim Ziehen nach unten (auf Zug). Säge mit langen Zügen, ohne viel Druck – und neben dem Strich, auf der Abfallseite.

    Feinsäge: Zähne nach vorn → schneidet beim Schieben Japansäge: Zähne zum Griff hin → schneidet beim Ziehen Laubsäge: Zähne nach unten → schneidet beim Ziehen Abfallseite = die Seite vom Strich, auf der das Reststück liegt
  4. Maserung und Oberfläche

    Holz besteht aus langen Fasern. Du siehst sie als Linien: die Maserung. Quer zur Maserung brechen schmale Teile leicht ab – darum legst du sie längs zur Maserung. Geschliffen wird immer mit der Maserung, sonst gibt es Kratzer. Zum Schluss schützt du das Holz mit Öl, Wachs, Lasur oder Farbe.

    raspeln → feilen → schleifen (grob → fein) Schleifpapier: kleine Zahl = grob, große Zahl = fein Lasur: färbt, die Maserung bleibt sichtbar

Übungsaufgaben mit Lösungen

10 Beispielaufgaben aus diesem Thema – erst selbst überlegen, dann die Lösung aufklappen.

  1. Wie heißt die Säge mit einem Bügel und einem sehr dünnen Sägeblatt, mit der du Kurven sägen kannst?Antwort: ein Wort

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    Lösung: Laubsäge

    Bei der Laubsäge ist ein dünnes, schmales Blatt in einen Bügel gespannt. Damit sägst du Kurven und Figuren aus dünnem Holz, zum Beispiel aus Sperrholz.

  2. In welcher Reihenfolge bearbeitest du eine raue, frisch gesägte Kante?

    • Afeilen – raspeln – schleifen
    • Bschleifen – feilen – raspeln
    • Craspeln – feilen – schleifen
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    Richtig: C – raspeln – feilen – schleifen

    Immer von grob nach fein: Die Raspel formt, die Feile macht die Form feiner, und das Schleifpapier glättet zum Schluss. Umgekehrt würde die Raspel die glatte Fläche wieder aufrauen.

  3. Der Schraubstock ist besetzt. Womit spannst du dein Brett am Werktisch fest?

    • Amit einer Kneifzange
    • Bmit einer Schraubzwinge
    • Cmit Klebeband
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    Richtig: B – mit einer Schraubzwinge

    Die Schraubzwinge drückt das Brett fest auf die Tischplatte. Eine Zange oder Klebeband hält nicht fest genug – das Brett würde beim Arbeiten verrutschen.

  4. Emir bohrt mit der Handbohrmaschine ein Loch in eine Leiste. Welches dieser Dinge trägt er dabei zum Schutz?

    • Aeine Staubmaske
    • Beine Schutzbrille
    • COhrenschützer
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    Richtig: B – eine Schutzbrille

    Beim Bohren können Späne hochspringen – die Schutzbrille schützt deine Augen. Die Handbohrmaschine ist leise, und beim Bohren entstehen Späne, kein feiner Staub.

  5. Bei Bens Feinsäge zeigen die Zähne nach vorn, weg vom Griff. Wann schneidet sie?

    • Abeim Schieben nach vorn
    • Bbeim Schieben und beim Ziehen gleich gut
    • Cbeim Ziehen zu dir hin
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    Richtig: A – beim Schieben nach vorn

    Eine Säge schneidet in die Richtung, in die ihre Zähne zeigen. Zeigen sie nach vorn, schneidet sie beim Schieben – man sagt: Sie arbeitet auf Stoß. Bei einer Japansäge zeigen die Zähne zum Griff: Sie schneidet auf Zug.

  6. Ida sägt mit der Laubsäge um eine enge Kurve. Was muss sie dabei drehen?

    • Adas Brett, während die Säge weiter auf und ab sägt
    • Bdie Säge, während das Brett fest auf dem Tisch liegen bleibt
    • Cden Bügel der Säge, bis das Sägeblatt schräg steht
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    Richtig: A – das Brett, während die Säge weiter auf und ab sägt

    Die Säge bleibt senkrecht und in Bewegung, Ida dreht langsam das Brett. Verdreht sie die Säge, verkantet sich das dünne Blatt und bricht.

  7. Wie heißt das Muster aus Linien, das du auf einem Holzbrett siehst?Antwort: ein Wort

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    Lösung: Maserung

    Die Linien der Maserung zeigen, wie die Holzfasern im Baum gewachsen sind. Nach ihr richtest du dich beim Sägen, Spalten und Schleifen.

  8. Lena hat quer zur Maserung geschliffen. Jetzt sieht ihr Brett zerkratzt aus. Was hätte sie anders machen sollen?

    • Aimmer in Richtung der Maserung schleifen
    • Bfester drücken und schneller schleifen
    • Cnoch gröberes Schleifpapier nehmen
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    Richtig: A – immer in Richtung der Maserung schleifen

    Quer zur Faser reißen die Schleifkörner Kratzer, die man deutlich sieht. Schleifst du mit der Maserung, verschwinden die feinen Spuren in den Linien des Holzes.

  9. Sofia hat zwei Holzteile geleimt. Wie hält sie die Teile zusammen, bis der Leim trocken ist?

    • Aeinfach hinlegen, weil Holzleim sofort hält
    • Bmit einer Schraubzwinge zusammenpressen
    • Ckurz mit der Hand zusammendrücken und loslassen
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    Richtig: B – mit einer Schraubzwinge zusammenpressen

    Holzleim braucht Druck und Zeit. Die Zwinge presst die Teile dicht aufeinander, bis der Leim fest ist – am besten mehrere Stunden. Herausquellenden Leim wischst du gleich feucht ab.

  10. Warum legst du beim Bohren ein Reststück Holz unter dein Werkstück?

    • Aweil der Bohrer ohne Unterlage zu heiß wird
    • Bweil du die Bohrstelle dann besser siehst
    • Cweil das Holz beim Durchbohren sonst unten ausreißt
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    Richtig: C – weil das Holz beim Durchbohren sonst unten ausreißt

    Kommt der Bohrer unten heraus, reißt er ohne Unterlage Fasern mit – das Loch franst aus. Das Reststück stützt das Holz, und der Tisch bleibt heil.

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