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Gerecht & ungerecht

Was ist fair? Gleich behandeln oder jedem geben, was er braucht.

Das Wichtigste kurz erklärt

Gerecht & ungerecht in 4 Schritten – mit Beispielen.

  1. Was ist gerecht?

    Gerecht oder fair ist es, wenn alle anständig behandelt werden und niemand ohne Grund bevorzugt oder benachteiligt wird. Regeln gelten für alle gleich.

  2. Gleich oder gerecht?

    Gleich heißt: Alle bekommen dasselbe. Gerecht kann aber auch heißen: Jeder bekommt, was er braucht. Eine Brille bekommt nur, wer schlecht sieht. Eine Rampe hilft dem Kind im Rollstuhl. So haben alle die gleichen Chancen.

    gleich: Jedes Kind bekommt 3 Äpfel. gerecht nach Bedarf: Nur wer schlecht sieht, bekommt eine Brille.
  3. Faire Regeln im Spiel

    Faire Regeln spricht man vorher ab, und sie gelten für alle. Wer anfängt, entscheidet zum Beispiel der Würfel. Wer mogelt, verschafft sich heimlich einen Vorteil – das ist unfair und zerstört das Vertrauen.

  4. Für andere eintreten

    Wird jemand ungerecht behandelt, schau nicht weg. Sag ruhig: „Stopp, das ist unfair!“ oder hol dir Hilfe bei einer Lehrerin oder einem Lehrer. Frag dich immer: Fände ich es in Ordnung, wenn ich an der Stelle des anderen wäre?

Übungsaufgaben mit Lösungen

10 Beispielaufgaben aus diesem Thema – erst selbst überlegen, dann die Lösung aufklappen.

  1. Welches Wort aus dem Englischen bedeutet „gerecht und ehrlich nach den Regeln“? Es beginnt mit F.Antwort: ein Wort

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    Lösung: fair

    Fair heißt gerecht und ehrlich. Wer fair ist, hält sich an die Regeln und behandelt alle anderen gut.

  2. Welches Zeichen steht oft für Gerechtigkeit?

    • Aein Kleeblatt
    • Bein Herz
    • Ceine Waage
    • Deine Krone
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    Richtig: C – eine Waage

    Die Waage zeigt: Beide Seiten werden gleich genau gewogen. Die Figur der Justitia hält sie in der Hand – oft mit verbundenen Augen.

  3. Alle Kinder sollen einen Apfel vom Baum pflücken. Ein Kind ist viel kleiner. Was ist gerecht?

    • ADas kleine Kind darf gar nicht mitmachen.
    • BAlle müssen ganz ohne Hilfe pflücken, sonst ist es unfair.
    • CDas kleine Kind bekommt einen Hocker zum Draufstellen.
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    Richtig: C – Das kleine Kind bekommt einen Hocker zum Draufstellen.

    Mit dem Hocker hat das kleine Kind die gleiche Chance wie die anderen. Jedem geben, was er braucht – das ist gerecht.

  4. Du teilst 20 Aufkleber gerecht unter dir und drei Freunden auf. Wie viele bekommt jedes Kind?Antwort: Zahl

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    Lösung: 5

    Du und drei Freunde – das sind 4 Kinder. 20 : 4 = 5. Jedes Kind bekommt 5 Aufkleber. Vergiss nicht, dich selbst mitzuzählen!

  5. Luca ändert mitten im Spiel die Regeln, weil er sonst verliert. Wie findest du das?

    • Aunfair, denn Regeln gelten für alle
    • Bfair, denn er hat sich etwas ausgedacht
    • Cegal, Hauptsache das Spiel geht weiter
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    Richtig: A – unfair, denn Regeln gelten für alle

    Regeln spricht man vor dem Spiel ab, und sie gelten für alle. Wer sie mittendrin zu seinem Vorteil ändert, spielt unfair.

  6. Beim Kartenspiel tauscht Mehmet heimlich Karten. Welches Wort mit M passt dazu?Antwort: ein Wort

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    Lösung: Mogeln

    Heimlich gegen die Regeln verstoßen, um zu gewinnen, heißt mogeln oder schummeln. Das ist unfair.

  7. Noah hat gemogelt und gewonnen. Wie fühlen sich die anderen wahrscheinlich?

    • Astolz auf Noah
    • Bbetrogen und enttäuscht
    • Cfroh, weil das Spiel so schnell vorbei ist
    Lösung anzeigen
    Richtig: B – betrogen und enttäuscht

    Wer mogelt, nimmt den anderen die faire Chance. Sie fühlen sich betrogen – und vertrauen Noah beim nächsten Spiel vielleicht nicht mehr.

  8. Was kannst du tun, wenn du selbst ungerecht behandelt wirst?

    • Asofort zurückschubsen
    • Bruhig sagen, was dich stört
    • Cdie anderen heimlich ärgern
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    Richtig: B – ruhig sagen, was dich stört

    Sag ruhig und deutlich, was dich stört. Hilft das nicht, hol dir Hilfe bei einer Lehrerin oder einem Lehrer. Rache macht es nur schlimmer.

  9. Warum ist Mogeln unfair?

    • AWeil man beim Mogeln leicht erwischt werden kann.
    • BWeil man dann zu schnell gewinnt.
    • CWeil man sich heimlich einen Vorteil verschafft.
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    Richtig: C – Weil man sich heimlich einen Vorteil verschafft.

    Die anderen halten sich an die Regeln, der Mogler nicht. So hat er einen heimlichen Vorteil – der Sieg ist nicht echt.

  10. Warum bekommt ein Kind mit Leseschwäche bei einer Arbeit manchmal mehr Zeit? Wähle die Begründung.

    • AWeil es dafür bei der nächsten Arbeit weniger Zeit bekommt.
    • BWeil es sonst zu Hause Ärger bekommt.
    • CWeil die Lehrerin dieses Kind lieber mag.
    • DWeil es so die gleiche Chance hat wie die anderen.
    Lösung anzeigen
    Richtig: D – Weil es so die gleiche Chance hat wie die anderen.

    Das nennt man Nachteilsausgleich: Mehr Zeit gleicht die Schwierigkeit beim Lesen aus. Es ist kein Vorteil, sondern schafft gleiche Chancen.

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